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Mit Wasser und Kiefernsträuchern

Gustav Poppe aus Altenhof wird heute für 70 Jahre Mitarbeit
bei der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet

Seit 70 Jahren ist Gustav Poppe in der Freiwilligen Feuerwehr Altenhof aktiv. Er ist damit der dienstälteste Feuerwehrmann des Landkreises. Heute wird er dafür beim Neujahrsempfang des Landrates geehrt.

An seinen ersten Einsatz erinnert sich Gustav Poppe noch sehr genau. Im Sommer 1939 brannte ein Waldstück bei Golzow ‑ Poppe, 16 Jahre alt, war gerade in die Feuerwehr eingetreten. "Wir sind mit zehn Mann auf unserem Mercedes T 58 ausgerückt. Der Wagen hatte zwar schon eine Motorspritze. Aber einen Löschwassertank gab es nicht. Deswegen haben wir Kiefernsträucher abgeschnitten, und das Feuer damit ausgeschlagen", erinnert sich, der  85‑Jährige. Nach rund einer Stunde war der Brand gelöscht. Über die Ursache wird noch heute spekuliert: Angeblich soll ein Liebespaar schuld gewesen sein, das im Wald Zigaretten geraucht hatte.

Zu wie vielen Einsätzen er in den Jahrzehnten danach in und um Altenhof ausgerückt ist, hat Gustav Poppe nicht gezählt Doch es dürfte weit und breit keinen Brandschützer geben, der mit seiner Wehr so verbunden ist wie Poppe. "Ich bin mit der Feuerwehr aufgewachsen und habe mit ihr gelebt", sagt der ehemalige Zimmermann. Nach dem Krieg von der Ostfront heimgekehrt, zog er wieder in sein Geburtshaus gegenüber des Feuerwehrgebäudes, in dem er seit 1951 gemeinsam mit Ehefrau Ilse lebte.

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Nach dem Krieg kam ihm bei dem Wiederaufbau der Feuerwehr eine entscheidende Rolle zu. Denn ein Großteil der Geräte, darunter das Mercedes Einsatzfahrzeug, waren im Krieg oder in der zeit danach zweckentfremdet worden.

Gustav Poppes Aufgabe war es, Dinge wie Schläuche und Pumpen neu zu organisieren. Manchmal kam ihm dabei auch das Glück zu Hilfe: "Der Feuerwehrhauptmann von Eberswalde kam öfter zum Baden hierher. Dann habe ich ihn um ein altes Einsatzfahrzeug gebeten und bekam eines" erzählt Poppe.

Ein Einschnitt kam für ihn Mitte der 60er Jahre. Führungspositionen bei der Feuerwehr sollten von nun an nur noch von Parteimitgliedern besetzt werden. Ein Beschluss, der bei Poppe noch heute auf Unverständnis stößt: "Wenn es brennt, ruft man doch die Feuerwehr und nicht die Partei, oder?" Solchen Argumenten war die damalige Führung jedoch nicht zugänglich. Poppe, der kein Parteimitglied war und keines werden wollte, ließ die Tätigkeit bei der Feuerwehr offiziell ruhen. Inoffiziell blieb er der Mannschaft dennoch treu und half bei Einsätzen mit auch wenn es darum ging, in einem Waldstück Schweine einzufangen, die aus einem Transporter ausgerissen waren.

Nach der Wende arbeitete Gustav Poppe wieder aktiver bei der Feuerwehr mit. Ein Grund dafür war auch der Personalmangel, der nur durch die Hilfe der Älteren ausgeglichen werden konnte.

Zu seinem letzten Einsatz, der Absicherung eines Verkehrsunfalls, rückte Poppe noch vor fünf Jahren aus. In den Jahren danach beschränkte er sich darauf, das Gerätehaus als Hausmeister zu verwalten. Den Nachwuchsproblemen der Feuerwehr hat Poppe auch persönlich entgegen gewirkt. Neben seinen Söhnen Burkhard und Roland sind auch die Enkel Marco, Andreas und Lisa mit von der Partie.

Für sein besonderes Engagement wird Gustav Poppe heute beim Neujahrsempfang des Landrates Bodo Ihrke das silbernen Feuerwehr Ehrenzeichen des Landes Brandenburg verliehen.

Quelle: Märkische Oderzeitung MOZ vom 13.02.2009

Weitere Information: Pressemitteilung LK Barnim vom 13.02.2009

Siehe auch: Artikel Jahreshauptversammlung FF Altenhof